Nach dem Attentat in Berlin schließt sich die Pride-Bewegung zusammen. Der Berliner CSD-Verein rollt mit eigenem Truck beim Hamburger Umzug an – die Teilnehmer sollen sich besonders kleiden.
Nach dem islamistischen Terroranschlag wollen sich die Organisatoren des Berliner Christopher Street Days (CSD) nicht einschüchtern lassen. Der Verein will an diesem Samstag kurzfristig mit einem eigenen Wagen bei der geplanten CSD-Parade in Hamburg dabei sein. „Gerade jetzt dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen“, teilte der Vorstand mit. „Unsere Antwort auf Hass ist Zusammenhalt. Unsere Antwort auf Angst ist Sichtbarkeit.“
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Mit der spontanen Teilnahme in Hamburg mache der Verein zugleich deutlich, dass sie nicht aufhörten. „Es wird auch in Berlin wieder einen CSD geben. Und an diesem Wochenende stärken wir dem Hamburger Pride den Rücken.“ Der Truck werde dem Verein kostenfrei zur Verfügung gestellt, schrieb der Berliner Verein. Die Teilnehmenden werden gebeten, auf dem Wagen dunkle Kleidung zu tragen.
Mahnwache am Wochenende geplant
Für Sonntag (2. August) ist in Berlin dann eine Mahnwache geplant, um der Opfer zu gedenken. Weitermachen am Samstag und Innehalten am Sonntag gehörten für sie zusammen, schrieb der Verein auf Instagram. „Es ist wichtig, für beide Gefühle Raum und Sichtbarkeit zu schaffen.“
In der Hauptstadt hatte ein Attentäter am Rande des CSD mehrere Menschen mit einem Auto angefahren und – vermutlich mit einer Machete – weitere Menschen verletzt. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt.
Erzbischof: Jeden Menschen achten
Der Hamburg er Erzbischof Stefan Heße äußerte sich auch vor dem Christopher Street Day in Hamburg . „Der Christopher Street Day ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass jeder Mensch in seiner Würde geachtet und respektiert werden muss. Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin sind viele Menschen verunsichert. Umso wichtiger ist es, dass wir uns von Hass und Gewalt nicht einschüchtern lassen“, teilte Heße mit.