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Hamburg zählt 19 Gefährder – und fünf bewegen sich auf freiem Fuß

Vor dem am kommenden Wochenende stattfindenden Hamburger CSD lässt Innensenator Andy Grote die Sicherheitskonzepte der Stadt prüfen. Fünf als islamistische Gefährder eingestufte Personen bewegen sich derzeit auf freiem Fuß.

Vor dem am kommenden Wochenende stattfindenden Hamburger CSD lässt Innensenator Andy Grote die Sicherheitskonzepte der Stadt prüfen. Fünf als islamistische Gefährder eingestufte Personen bewegen sich derzeit auf freiem Fuß.

In Hamburg befinden sich aktuell fünf sogenannte Gefährder auf freiem Fuß. Alle würden dem religiösen Extremismus zugerechnet, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Diese Gruppe mache mit 14 Personen zudem das Gros der insgesamt 19 in Hamburg als Gefährder eingestuften Menschen aus. Der Rest verteile sich auf Personen mit linksextremer, rechtsextremer oder ausländischer Ideologie.

Als Gefährder werden Menschen bezeichnet, denen die Polizei schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut. „Die Gesamtzahl der Gefährder ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben“, sagte die Sprecherin.

Auch der 21-Jährige, der am Samstagabend den mutmaßlich islamistisch motivierten Terroranschlag bei den Feiern zum Christopher Street Day in Berlin begangen haben soll, war von den dortigen Behörden als Gefährder geführt und überwacht worden.

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In Hamburg habe die Polizei entsprechende Personen im Fokus – dessen könne man sich sicher sein, sagte die Sprecherin. Aber: „Zu konkreten Maßnahmen der Überwachung, etwa zu einer möglichen dauerhaften Observation, zu beteiligten Behörden oder zu einer etwaigen Intensivierung der Überwachung im Vorfeld des Christopher Street Day können wir aus Gründen des Schutzes polizeilicher Taktiken und Arbeitsweisen keine Auskünfte erteilen.“

Innensenator Andy Grote (SPD) hatte nach dem Anschlag von Berlin eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen für den CSD in der Hansestadt angekündigt. Auch wird die Zahl der Einsatzkräfte für die große Demonstration am Samstag laut Polizei noch einmal erhöht. „Ob vor, während oder nach der Demo, wir werden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr präsent und ansprechbar sein“, sagte der Sprecher.

Mit der Pride Week wird seit vergangenem Wochenende eine der größten queeren Veranstaltungsreihen der Stadt ausgetragen. Zahlreiche Aufführungen wie Lesungen und Workshops münden in die große CSD-Demonstration am 1. August. Zu dem traditionellen Höhepunkt der Aktionswoche werden nach Angaben der Polizei 250.000 Teilnehmer erwartet.