Vor 2 Stunden

CSD-Demonstration: Sie trauern laut

Eine Woche nach dem Anschlag in Berlin zieht eine CSD-Parade durch Hamburg. Die Teilnehmenden sagen: Jetzt erst recht.

Es ertönt ein Knall, dann regnet es goldenes Konfetti. Seifenblasen steigen auf, zeitgleich setzt der Bass ein. Menschen auf einem offenen Doppeldeckerbus rasten zu Techno aus. Sie springen, reißen die Arme in die Luft. Da sind glitzernde Bärte, lederne Stachel-Outfits und Blumen im Haar.

Es wäre wohl nachvollziehbar gewesen, wenn der Verein Hamburg Pride seinen Umzug nach den Geschehnissen beim CSD in Berlin abgesagt hätte. Eine Woche ist es her, dass Abdul B. dort mit einem Auto in die Menge fuhr, einen Menschen tötete und 31 weitere zum Teil schwer verletzte.