Vor 2 Stunden

CSD-Anschlag: Rund jeder Vierte fühlt sich laut Umfrage unsicherer

Der islamistische Angriff auf den Christopher Street Day beeinflusst das Sicherheitsgefühl der Menschen. SPD-Fraktionschef Miersch fordert den Bundeskanzler auf, Flagge zu zeigen.

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Nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin fühlen sich viele Menschen einer aktuellen Umfrage zufolge unsicherer. Rund jeder vierte Befragte (38 Prozent) gab an, dass sein persönliches Sicherheitsgefühl seitdem eindeutig oder eher abgenommen habe.

Etwa die Hälfte der Befragten (54 Prozent) schätzt es in der Umfrage unverändert ein. Sieben Prozent der Befragten sagten, das Gefühl habe eindeutig oder eher zugenommen. Ein Prozent antwortete mit »weiß nicht«.

Die Teilnehmer wurden auch gefragt, inwieweit sie der Aussage zustimmen, dass Deutschland »ein stabiles und sicheres Land« sei. Rund die Hälfte (51 Prozent) stimmte eindeutig oder eher nicht zu, 37 Prozent antworteten mit »eher« oder »eindeutig«. Zwölf Prozent gaben an, unentschieden zu sein.

Die nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage führte das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der Funke Mediengruppe durch. Dafür wurden zwischen dem 28. und 30. Juli online 5000 Menschen ab 18 Jahren befragt.

250.000 Menschen in Hamburg erwartet

In Berlin hatte am vergangenen Samstag der islamistische Attentäter Abdul Ballout am Rande des CSD mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere, wohl mit einer Machete, attackiert. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der 21-Jährige wurde später von Polizisten erschossen.

Rund eine Woche später findet der CSD in Hamburg statt. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch wünscht sich dort oder an anderer Stelle einen Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). »Es wäre ein sehr gutes Zeichen, wenn der Kanzler zu einem CSD kommen würde«, sagte Miersch der Funke Mediengruppe. Er fände es wichtig, »dass wir als politische Verantwortungsträger in der aktuellen Lage Flagge zeigen«.

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Miersch will beim Hamburger CSD dabei sein, zu dem rund 250.000 Menschen erwartet werden. Die Polizei in der Hansestadt will ihre Einsatzkräfte im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. »Viele der CSD-Teilnehmenden leiden nach der Tat sehr, auch wenn sie nicht unmittelbar betroffen gewesen sind«, sagte der SPD-Fraktionschef, der selbst schwul ist. »Ich bin Teil dieser Community, die angegriffen wurde, und kann sehr gut nachvollziehen, wie viele sich emotional fühlen.«

Schock, Trauer, Wut: Stimmen aus der queeren Community nach dem Anschlag lesen Sie hier .