Die Gesellschaft dürfe sich jetzt »nicht spalten lassen«, lautete einer der häufig geäußerten Wünsche nach dem tödlichen Attentat auf den Berliner Christopher Street Day. Er übersieht leider etwas Wichtiges. Im Umgang mit homosexuellen und queeren Menschen ist vor allem der muslimische Teil der Gesellschaft längst tief gespalten. Schwulenfeindlichkeit beginnt eben nicht bei Islamisten, die morden. Sie beginnt bei muslimischen Verbandsvertretern, die Homosexualität eine »Abnormalität« nennen, bei Imamen, die von »Sünde« sprechen oder bei Schulkindern, die schwule Lehrer drangsalieren.
Vor 7 Stunden
Anschlag auf den CSD: Jetzt bloß nicht spalten lassen?
Das klingt gut. Aber nach dem Terroranschlag auf den CSD in Berlin braucht es eine neue Brandmauer – gegenüber dem reaktionären Islam.